Langhaar & Farben

Langhaarchessies

Die Vorfahren des Chesapeake sind zum großen Teil langhaarig gewesen. Diese Gene für Langhaar „schlummern“ in einigen Chessies noch heute. Das Gen, welches für Langhaar verantwortlich ist, ist rezessiv, das heißt, die Welpen können nur langhaarig werden, wenn beide Elternteile das Gen tragen. Den Eltern kann man das rezessive Gen allerdings nicht ansehen, so dass immer wieder weltweit Welpen geboren werden, deren Fell lang wird. Es kommen die unterschiedlichsten Längen vor.

Jedoch ist es in Deutschland seit einer Weile möglich auf Langhaar zu untersuchen. Wir haben und persönlich mit dem Labor in Verbindung gesetzt und um Ausarbeitung dieses Testes gebeten, welche für andere Rassen schon vorlag. Da wir Blut von Hunden abgeben konnten, die Langhaar produzierten, und deren Elterntiere, war die Arbeit schnell getan.

Seit dem testen im Deutschen Retrieverclub viele Züchter ihre Hunde auf Langhaar. Hat ein Hund dieses Gen für Langhaar rezessiv, wird dieser einfach mit einem reinen „Kurzhaar“ verpaart und alle Nachkommen bleiben Kurzhaar. Es ist die Entscheidung eines jeden Einzelnen ob oder ob nicht testen. Langhaarchessies sind ja nicht krank nur eben von der Zucht ausgeschlossen.

longcoat_F_10wks2_klein longcoat_F_10wks3_klein02

Liegt das rezessive Gen vor, wird es weiter gegeben, aber nicht an alle Welpen eines Wurfes und da einige der berühmtesten Chessies vor über 20 Jahren dieses Gen hatten, und ihre direkten Nachkommen auch noch sehr gehäuft langhaarige Hunde bekamen, teilte man die Linien immer weiter auseinander und hoffte dem Langhaarhund entgehen zu können. Aber wie man sieht… es ist kaum möglich dem langhaarigen Hund zu entgehen:-), es sei denn man testet.

Auch in unserem Kennel ist ein wunderschöner Zuchtrüde mit dem Langhaargen geboren worden. Er hat wunderschöne Welpen, welche sehr erfolgreich in der Dummyarbeit, Workingtest und Schau sind, in die Welt gebracht. Conner ist ein Traum von Hund. In einem seiner Würfe wurde zumindest eine Langhaarhündin geboren, welche nicht nur sehr hübsch ist, sondern eben auch sehr erfolgreich. Es ist gut, das diese Hunde nicht von der Hund ausgeschlossen werden. Conner ist nicht der einzige Hund der dieses Gen trägt und schön ist es, das mittlerweile offen mit diesem Thema umgegangen wird.

longcoat_M_head_10wks_klein longcoat_M_sidehead_10wks_klein langhaar_Chessie_0960_klein

Farben

Der Chessie verfügt über eine sehr große Bandbreite von Farben, schauen Sie sich alleine schon mal die Homepageseiten der deutschen Züchter an, dann haben sie fast alle Farbvarianten zusammen.
Es gibt die verschiedensten Brauntöne, von hell bis zartbitterdunkel, dann gibt es die sedge farbenden Hunde, sie sind rötlich einfarbig bis rot milliert, dann die deadgrass farbenden von ganz hell bis sehr dunkel, sie sind wie das tote Grass wie es ja in sehr großer Vielfalt vorkommt.
Die Brindelhunde sind einfarbig dunkel geboren und ändern mit circa 3 Wochen ihre Farbe, dazu gehört unsere Joe Joe der heute dark dead grass ist.
Tan point pattern Hunde, sind gefärbt wie Rottweiler, Dobermänner oder Schweizer Sennenhunde, eine sehr alte Farbe, die auch nur entstehen kann, wenn beide Elterntiere über dieses Gen verfügen.
Die Farbmöglichkeiten der Chessies sind von enormer Vielfältigkeit und entsprechen dem Standart der Chessies !!! Ein Chessie darf auf Grund dessen nicht nach seiner Farbe beurteilt werden in schlecht oder gut, solange die Farbe dem besagten Standart entspricht !!! Es ist wie bei den Pferden, ein gutes Pferd hat keine Farbe, ein guter Hund auch nicht. Interessanterweise wechseln einige, insbesondere dead grass farbende Chessies ihre Farbe von hell und dunkel zu weilen ein Leben lang. 🙂